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Zeitungsartikel vom 12.05.2022 aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung

Neues Gewerbe im Karlshof: Zehdenicks Bürgermeister begrüßt einen Heimkehrer

 

Die Herkt-Stanztechnologie GmbH hat sich im Gewerbegebiet Karlshof angesiedelt. Chef Stefan Herkt ist mit seiner Firma gut im Geschäft und engagiert sich zudem an seinem Wohnort in der Siedlung II auf sozialem Gebiet.

 

"Ich bin überwältigt", sagte Lucas Halle am Mittwochvormittag. Da war Zehdenicks Bürgermeister zusammen mit Uta Kupsch, in der Stadtverwaltung unter anderem für Wirtschaftsförderung zuständig, in das örtliche Gewerbegebiet Karlshof geeilt, um eine neue Firma willkommen zu heißen. Seit dem 1. April dieses Jahres gehört die Adresse Karlshof 6 der Herkt-Stanztechnologie GmbH. "Ein eigenes Gewerbe und dazu noch eine gehörige Portion soziales Engagement – das ist ein großer Gewinn für unsere Stadt", unterstrich der Verwaltungschef.

 

Zuvor hatte Stefan Herkt sich und sein Unternehmen kurz vorgestellt. Der 42-Jährige ist fest in der Region verwurzelt, weil er gebürtiger Zehdenicker ist, bei Zehdenick-Elektronik in die Lehre ging und dort den Beruf des Werkzeugmachers gelernt hat. Im Jahr 2000 ging er nach Stuttgart und qualifizierte sich im Schwabenland weiter – zum Mechatronik-Techniker und technischen Fachwirt. Unter anderem leitete er in Süddeutschland eine Abteilung mit 350 Mitarbeitern. 2008 zog es ihn weiter nach Düsseldorf, wo er als Betriebsleiter einer Stanzerei arbeitete. Als der erste von zwei Söhnen in die Schule kommen sollte, kehrten Stefan Herkt und seine Frau Katja, die ihn als Bürokauffrau seit 1997 durch alle Unternehmen begleitet, nach Zehdenick zurück und kaufte in der Siedlung II ein Haus.

 

Firmensitz von Liebenwalde nach Zehdenick verlegt

 

Ab 2014 agierte das Unternehmen von Stefan Herkt zunächst von Liebenwalde aus, wo er auf dem Gelände der einstigen Fensterbau-Firma Vögele eine Betriebshalle mieten konnte. Vor drei Jahren habe sich dann die Möglichkeit geboten, das 4800 Quadratmeter große Grundstücke Karlshof 6 in Zehdenick zu erwerben. Die Stadt Zehdenick hatte das Grundstück im Internet inseriert. Zugleich war Uta Kupsch von der Zehdenicker Stadtverwaltung im Wissen um die Standortsuche von Stefan Herkt an den Zehdenicker herangetreten, um ihn auf die Anzeige hinzuweisen. Drei Jahre sind seither ins Land gegangen und nach dem Bau einer 400 Quadratmeter großen Produktionshalle konnte Stefan Herkt am 1. April dieses Jahres offiziell in Zehdenick loslegen.

Die Herkt-Stanztechnologie GmbH stellt vielfältige Werkzeuge her. Werkzeuge, mit denen die verschiedenartigsten Firmen später produzieren können – zum Beispiel Teile für Fahrzeuge. Aufträge aus der Automobilindustrie würden etwa 60 Prozent der Aufträge ausmachen, sagt der Firmenchef. Kundschaft komme aber beispielsweise auch aus dem Bereich der medizinischen Industrie. So habe seine Firma etwa Filter gestanzt, die bei der Produktion von Impfstoff gegen Covid 19 Anwendung finden. Von der Null-Serie bis zum Serienauftrag werde auf modernsten Servo-Stanzautomaten gearbeitet.

 

Kundschaft aus Deutschland und der Welt

 

Die Kundschaft, so Stefan Herkt, schätze die große Flexibilität und kurze Reaktionszeit seines Unternehmens. Entsprechend der Kundenwünsche nach den verschiedensten Werkzeugen müsse im Unternehmen sehr viel Entwicklungsarbeit geleistet werden. Die Kunden bestellen fertige Werkzeuge, die sie in ihre Maschinen einbauen möchten. Und Stefan Herkt und seine aktuell 15 Mitarbeiter entwickeln diese, stellen sie her und begleiten den Einbau. Dazu seien nicht selten größere Reisen notwendig, denn die Kundschaft komme nicht nur aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt. So sei er selbst, so der Zehdenicker, beispielsweise erst vorige Woche in Rumänien unterwegs gewesen.

 

Man sei gut im Geschäft, sagt Stefan Herkt, weshalb auf seinem Gelände im Gewerbegebiet Karlshof bereits der Bau einer zweiten Produktionshalle geplant sei. Schrittweise will der Zehdenicker die Zahl seiner Mitarbeiter auf etwa 20 steigern. Leider sei es gar nicht so einfach, in der Branche gute Fachkräfte zu finden. Von den jetzigen Mitarbeitern, die fast ausschließlich aus der Stadt Zehdenick und ihren Ortsteilen kommen, kenne er sehr viele Leute schon recht lange, sagt der 42-Jährige. Etliche hätten mit ihm zusammen gelernt beziehungsweise ihn über einzelne Arbeitsstationen hinweg begleitet. Das Unternehmen von Stefan Herkt bildet auch aus. Zurzeit lernt dort Jannes Schramm im 3. Lehrjahr den Beruf des Werkzeugmechanikers.

 

Nach seiner Heimkehr ist Stefan Herkt eine, wie er sagt, gewisse Reserviertheit bei den Leuten aufgefallen, die er so von früher her nicht kannte. Deshalb habe er an seinem Wohnort den gemeinnützigen Generationenverein Zehdenick-Siedlung II gegründet. Für den in der Siedlung II zwischenzeitlich zugewachsen Sportplatz wurde eine neue, 12 000 Quadratmeter große Anlage errichtet. Neben den sportlichen Aktivitäten würden die Anwohner mindestens dreimal im Jahr zusammenkommen, um gemeinsam zu feiern. Ein eigenes Gewerbe gepaart mit sozialem Engagement – kein Wunder, dass sich Zehdenicks Bürgermeister über die Heimkehr von Stefan Herkt sehr freut und hofft, dass dieser nunmehr in der Havelstadt sesshaft werden möge.

 

Von Bert Wittke

 

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